check your habitus!
Wie wir sprechen, wie wir gestikulieren, was für einen Geschmack wir haben, wie wir uns bewegen, was für ein Selbstbewusstsein wir haben.
Wie wir sprechen, wie wir gestikulieren, was für einen Geschmack wir haben, wie wir uns bewegen, was für ein Selbstbewusstsein wir haben.
„In der Uptown die Wölbungen der arktischen Gipfel und Kronen, die bestäubten Pfade zum Eisbahn gewordenen Reservoir; bodennahe Böen wehen den Frost über die Parkgründe, durch Tunnel, über Brücken, dann quer über die Rasenflächen, ihre Büsche und Sträucher, verschneit wie kühle und unbescholtene Monumente, überflossen von flachem Frischlicht.“
Komplementär zur Ausrichtung auf Geschichte und Gedächtnis, Rekonstruktion und Rezeption, richtet sich der Blick fortan auch dialektisch nach vorn.
Über die Theorie der Schlechten Architektur, über Theresa Hak Kyung Cha und Yoko Tawada, über Ilse Aichinger und Schlechte Wörter, über Derrida und die Einsprachigkeit des Anderen, über translinguale Dichtung, Else Lasker-Schüler, Erasure und über Gap Gardening, das Rosemarie Waldrop empfiehlt.
Die vierte Ausgabe des Poscasts reflektiert über das Warten und die Narration.
„Dieses Schreiben baut eine Falle, in der es angstlos alle Falten glättet. Aus einem machtvollen Mangel heraus, einem fast natürlichen Geräusch, das mir fremd ist, leise, ganz am Rand. Das Geräusch, wenn ich falle. Wenn Verzweiflung an Entzücken grenzt, heimlich, schlicht und alltäglich. Es lügt, das Geräusch, und seufzt, wenn ich es berühre.“
die dinge, die wir berühren, berühren uns zurück
Die Sprache ist unser Unbewusstes. Die Kannibalen, die Nicht-Weißen und die Scham zu sprechen: das Ende des Alphabets, die Tränen von Caliban, der wieder träumen möchte, der Roman, der niemanden braucht. Der zu spät kommende Messias, Porzellan und Radiohead: I will eat you alive.
Manchmal sind wir ein bisschen tot. Und das bedeutet Glück, schreibt Marguerite Duras. Wir sollten daher über diesen Tod, diese plötzliche Lücke zwischen uns und allem anderen, sprechen, folgert die Schriftstellerin Karosh Taha.
Eine experimentelle, eine spekulative Form des Machens, also eine Poetik, die an Widersprüchen interessiert ist, an Kollaboration, genauer: an kollaborativem Schreiben, an dem Gespräch über Gegensätze, über eine fruchtbare Entfremdung der Literatur, aus der wiederum eine Fülle an Theorien (nicht nur) der Literatur präpariert werden kann.